...ein schild bei den cataratas...
ich hab mir die cataratas del iguazú zum abschluss meiner reise aufgehoben. als einer der hoehepunkte am schluss, sozusagen. neben dem glaciar perito moreno in patagonien, den salinas grandes in salta und dem aconcagua in mendoza sollten die wasserfaelle im nordosten argentiniens zu einem der naturspektakel werden, das mir vor augen gefuehrt hat, wie klein doch wir menschen daneben sind... und wie gross, einmalig und wunderschoen das, was die natur hier in argentinien unter anderem zu bieten hat!
la vista panoramica del lado brasileño
doch - sie wollten verdient sein, die tosenden wasser im nordosten argentiniens... und so brauchte ich ganze 2 anlaeufe, bis ich mich schlussendlich staunend und pflotschnass vor, neben und in den wasserfaellen wiederfand...
lado brasileño
nach meinen 3 wochen in córdoba nahm ich schweren herzens abschied von dieser mir lieb gewordenen stadt und all den menschen, die mir das leben im zentrum argentiniens versuesst haben. dass auch dieser zweite abschied nicht der letzte meiner reise gewesen war, ahnte ich damals noch nicht... ich nahm also abschied und fuhr nach posadas, der hauptstadt der provinz misiones im nordosten des landes. die provinz misiones wurde nach den missionen der jesuiten benannt, die sich im 17. jahrhundert in dieser region niedergelassen haben. mittlerweilen gehoeren diese sogenannten jesuitenreduktionen ebenfalls zum UNESCO-welterbe und lassen sich an diversen orten bestaunen. zumindest eine solche mission wollte ich mir vor der weiterreise nach puerto iguazú anschauen. doch - meine plaene sollten sich aendern...
san ignacio mini, misiones
las cataratas del lago argentino
anstelle der ruinen der jesuitenmissionen wohnte ich einem anderen fuer mich einmaligen erlebnis bei... einem erlebnis, das ich so schnell nicht mehr vergessen werde: ich stellte mich am busbahnhof von posadas in die lange schlange der wartenden, um mir ebenfalls die impfung verpassen zu lassen... schlange stehen fuer eine impfung musste ich bisher noch nie - und die atmosphaere war auch etwas anders als in den sterilen arztpraxen zuhause...:))
anstehen fuer die impfung am busbahnhof in posadas
die woche in buenos aires verging wie im flug. ich lief zwar etwas auf sparflamme - die nebenwirkungen des lebendimpfstoffs machten mir ein bisschen zu schaffen... - aber ich genoss das wiedersehen mit der stadt und meinen leuten hier sehr. ich liess mich treiben von den tagen hier, genoss cafés in den strassen des barrios, besuchte museen, ging shoppen, johlte mit an einem fussballmatch (ja, ja, tatsaechlich... - aguante ferro!!!), ging mit meinen leuten essen - und eh ich michs versah, sass ich abermals im bus in richtung posadas.
lado argentino
und dieses mal sollte es klappen. die misiones jesuiticas de san ignacio mini besuchte ich unter der drueckenden hitze der region, bestaunte die gut erhaltenen mauern und das feuerrot der erde - einmal mehr ein voellig anderes bild argentiniens. die beruehmte rote erde der provinz neben dem dichten gruen des urwaldes - ein bild, das ich nicht so schnell vergessen werde. die vielfalt dieses landes ist einmalig...
cerca de wanda, misiones
noch am selben tag reiste ich weiter, die 6 stunden richtung puerto iguazú am nordoestlichsten zipfel argentiniens. wiedermal wollte es der zufall, dass ich ganz vorne im bus sass und somit von den beiden chauffeuren mit mate und chipà - einem gebaeck aus maniok-mehl, typisch fuer die region - versorgt wurde:)) 6 stunden busfahrt ist in meinen dimensionen hier ein katzensprung - und so fuehlte es sich auch an. spaetabends kam ich in puerto iguazú an, suchte mir ein hostel und nahm das erstbeste - ein bett war noch frei...
fuer einmal sollte sich das erstbeste als gluecksgriff herausstellen...
die folgenden tage in puerto iguazú waren paradiesisch - da hat es jemand wirklich gut mit mir gemeint... das wetter - perfekt! kein tag ohne sonne, der himmel strahlend blau, die temperatur um 40 grad. das hostel - traumhaft! klein aber fein, mit schwimmbad im garten, gesaeumt von palmen. limetten direkt ab baum. mit einer bar, ebenfalls im patio - ein kleines holzhuettchen mit haengematte und sicht auf den pool. die anderen mochileros im hostel - muy buena onda! die abende verbrachten wir meist alle zusammen, kochend und mit einem dieser unglaublich guten rotweine argentiniens und mit spannenden gespraechen. es waren alle mehr oder weniger im selben alter, viele allein unterwegs - ein bisschen kam es mir vor wie in einem pano, hihi...
ein gluecksgriff, damals spaet abends, beim erstbesten hostel...:))
la garganta del diablo
nur einmal wars mir etwas mulmig zumute... wiederum in einem gummiboot, diesmal auf einem ruhigen nebenarm des flusses. da haben wir doch erst vor ca. 50m einen aligatoren gesehen, doesend am ufer liegen - und dann fragt uns der guía, ob wir schwimmen wollen...:)) nun gut - der guía war so schoen, ich musste ihm einfach vertrauen, hehe...:)) und so bin ich reingesprungen, ins angenehm kuehle wasser... und dem aligator wars wohl schlicht zu heiss zum baden...
mein freund, der aligator...
willkommene abkuehlung - mit abenteuerfaktor...
seit letztem sonntag bin ich nun wieder in buenos aires. puerto iguazú und das hostel hab ich ungern verlassen - aber auch all die anderen sind weitergezogen und die leute machen ja bekanntlich oftmals den ort aus, an dem man ist... wiederum bin ich zurueck gekehrt, nach buenos aires.
und - ich wohne wieder bei silvia und belén, in meinem zimmer, wo ich den november verbracht hab. es war schoen, heimzukommen. und es ist schoen, ein zuhause zu haben. der kreis hat sich somit geschlossen. ich bin wieder in buenos aires.
habt ihr das gewusst???