Dienstag, 25. Dezember 2007

...in vino veritas...


mendoza. ich sehe sie aufleuchten, die augen der weinfans, beim erklingen dieses namens. zurecht. cabernet sauvignon. shiraz. malbec. alles waechst und gedeiht in und um mendoza, im westen argentiniens. und nie mehr werde ich einen dieser weine trinken ohne die erinnerung an die woche dort, inmitten der reben, trauben und bodegas.

auf dem letzten stueck der reise von salta nach mendoza konnte ich mir nur schwer vorstellen, wie inmitten dieses trockenen und kargen landes die besten weine gedeihen koennen. schwer nur konnte ich mir ausmalen, wie die gruenen weingueter inmitten dieser braunen erde fruechte tragen sollen.

den spaniern, franzosen und italienern ist dies zu verdanken. sie, die sie im 19. jahrhundert nach argentinien eingewandert sind, wussten das klima auszunuetzen und mendoza damit zu der stadt des weines zu machen. bodegas, bars und restaurants laden zum verwei-l-n-en ein. doch so richtig erleben kann und muss man die weingueter auf eigene faust. und mit der hilfe von mister hugo.


mister hugo, der sich in maipú etwas ausserhalb mendozas direkt neben der bushaltestelle mit seinem velo-vermietungsservice an all den weinseligen radler/innen eine goldene nase verdient. versorgt mit wasser, bestimmt unverzichtbaren tipps und tricks von mr. hugo persoenlich, karte und mehr oder weniger fahrtauglichen velos macht man sich alsbald auf den weg. auf die piste, wohl eher. unter der bruetenden sonne, von bodega zu bodega. zum kosten, vergleichen, fachsimpeln - und heiterem weiterradeln. weiterschwanken...???

der einblick, den man in die weingueter, die herstellung des weines und die geschichte dieser kunst bekommt, laesst die bruetende hitze - es waren nahezu 40 grad - und die strapazioese fahrt auf unebenem grund vergessen. und am abend, beim feinen znacht in einem der unzaehligen restaurants mendozas schmeckt der wein natuerlich grad nochmals besser als vorher auch schon. ja, in vino veritas...


el techo de las americas


doch nicht nur der wein lockt nach mendoza, nicht nur der wein macht einen besuch in dieser stadt unvergesslich. mendoza, mit den ruf, eine der saubersten staedte des landes zu sein, hat weit mehr zu bietetn. eine atmosphaere, die ferienstimmung aufkommen laesst, viel gruen, parks und unzaehlige baeume, die die strassen saeumen und die sommerhitze zumindest ein wenig abzuwenden vermoegen.



el pueblito puente del inka


mendoza liegt am fusse der berge - die anden sind zum greifen nahe, die schneeweissen gipfel erinnern an die heimischen alpen. und auch in mendoza gibt es ein grosses angebot an diversen touren, die einem diese bergwelt naeherzubringen versprechen - und dieses versprechen durchaus halten.


la vista espectacular - el aconcagua està a la izquierda...

der tag unserer exkursion sollte unvergesslich werden. bereits in der nacht zuvor war der himmel sternenklar und am fruehen morgen war es warm, heiss, fast. der minibus holte uns beim hostal ab und fuhr los, in die berge. vorbei an villavicencio, wo das gleichnamige mineralwasser in frischen quellen dem berg entspringt, vorbei an ebendiesem gebaeude, das die wasserflaschen des trinkwassers ziert.

weiter, die 365 kurven der caracoles den berg hinauf, via uspallata, wo seinerzeit "7 years in tibet" gedreht wurde. vorbei an los penitentes, einem skiort, der von schneeunsicherheit in seinen kuehnsten traeumen noch nie was gehoert, mich ansonsten mit seinem skilift aber sehr an die heimat erinnert hat. weiter, bis zum parque provincial aconcagua.


los caracoles y yo


der aconcagua. el techo de las americas - mit seinen 6962 metern der hoechste berg der suedlichen hemisphaere. und der hoechste ausserhalb asiens. beeindruckend. ueberwaeltigend. und hoch, so hoch! der tag meinte es gut mit uns - selten nur zeigt sich der aconcagua so wolkenlos, so klar. selten nur bietet sein spiegelbild in der lagune ein so gutes erinnerungsbild wie es dies an unserem tag der fall war. wir hatten glueck. und riesige freude!



el aconcagua rielandose en la laguna


der weg zurueck fuehrte uns an der puente del inka vorbei, einer natuerlich entstandenen bruecke am rio de las cuevas. durch die sedimente im warmen wasser haben die steine eine gelbliche farbe angenommen und bieten eines der beeindruckendsten naturphaenomene des landes.



la puente del inka

unsere tour endete mit einer fahrt entlang des rio mendoza, zurueck in die stadt. nach cacheute, wo wir vorbeiflitzten, kamen wir tagsdaruf nochmals zurueck, um uns in den quellen einen wellnesstag zur entspannung zu goennen. herrlich!


las termas de cacheuta


ein perfekter abschluss fuer eine perfekte woche in mendoza! in vino veritas...

1 Kommentar:

Yvonne hat gesagt…

Hola Selina
Mit grösstem Interesse lese ich jeweils deine Reiseberichte. Und vieles kommt mir bekannt vor, denn wir waren im 03/04 ein Jahr in Chile Argentinien unterwegs. Von wo kenne ich dich, fragst du dich sicher! Wir waren zuammen im Pilates und als ich Bea erzählte, dass ich im März für 12 Wochen nach Argentinien fliege, gab sie mir deine Blogger Adresse! Einen Teil unseren Reisefotos siehst du auf tierra-foto.ch.
Nun wünsche ich dir weitere tolle Reiseerlebnise im 2008!
Salodos, yvonne